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GIWA Kurzinformation
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GIWA
ist die Abkürzung für Global International Waters Assessment
[Globale Internationale Gewässerbewertung].
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GIWA
ist ein Gewässerprogramm unter der Leitung der UNEP [United
Nations Environment Programme], dem Umweltprogramm der Vereinten
Nationen.
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GIWA
wird zu rund 50 Prozent von der Global Environment Facility [GEF,
Globales Umweltorgan] finanziell unterstützt. Weitere maßgebliche
Geldgeber sind die National Oceanic and Atmospheric Administration,
NOAA [Nationale Behörde für Belange der Ozeane und Atmosphäre],
das Finnish Department for International Development Co-operation
[Finnische Amt für Internationale Entwicklung und Zusammenarbeit]
sowie die Swedish International Development Co-operation Agency,
Sida [Schwedische Agentur für Internationale Entwicklung und
Zusammenarbeit].
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Zur
Unterstützung bei der Umsetzung des GEF Projekt-Pakets in diesen
Bereichen wurden bereits weltweite Bewertungen zu den Themen Biodiversität,
Klimawechsel und Ozonschicht (Ozon der Stratosphäre) erstellt.
GIWA soll als vergleichbare Bewertung die Durchführung der
internationalen Gewässerkomponente der GEF unterstützen.
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GIWA
wird für die Dauer von vier Jahren (mit Beginn im Juli 1999)
arbeiten. Ihre Hauptgeschäftsstelle befindet sich an der Universität
Kalmar in Schweden, wo sich auch der Standort des GIWA
Kernteams und des Koordinationsbüros befindet.
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Ziel
ist die Ausarbeitung einer umfassenden und integrierten globalen
Bewertung internationaler Gewässer. Es handelt sich dabei um
eine systematische Bewertung der Umweltbedingungen und -probleme
in internationalen Gewässern, zu denen Hochsee-, Küstengewässer-
und Süßwasserbereiche sowie Oberflächenwasser und
auch Grundwasser zÉhlen.
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Gesamtziel
der GIWA ist die Entwicklung einer umfassenden Strategiebewertung,
die von der GEF und ihren Partnern genutzt werden kann. Sie soll
Prioritäten setzen, dank derer dann Maßnahmen ergriffen
werden können, die für internationale Gewässer hilfreich
und erleichternd wirken. Dadurch sollen bedeutende positive Umweltbedingungen
auf nationaler, regionaler und globaler Ebene erreicht werden.
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GIWA ist nicht nur darauf angelegt,
gegenwärtige Probleme und ihre gesellschaftlichen Hauptursachen
zu untersuchen, sondern sie soll Szenarien zukünftiger Wasserressourcen
der Welt entwickeln und auch die politischen Handlungsmöglichkeiten
analysieren.
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Letztendlich ist es das Ziel, für
Entscheidungsträger und Manager, die sich mit dem Thema der
Wasserressourcen beschäftigen und mit Umweltproblemen und Gefahren
für grenzüberschreitende Gewässer befassen, soliden
wissenschaftlichen Rat zur Verfügung zu stellen.
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GIWA
wird sich weltweit auf 66 grenzüberschreitende
Gewässerareale konzentrieren. Die Bewertung wird demzufolge
Hochseegebiete, Oberflächen-Süßwasserareale und
Grundwasser umfassen.
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GIWA wird fünf Hauptproblemgebiete
bearbeiten, zu denen 23 spezifische
Umwelt- und sozio-ökonomische Probleme zählen. Als
wesentliche Herangehensweise werden Kausalkette-Analysen genutzt,
um die Verbindungen zwischen deutlich gewordenen Problemen und ihren
gesellschaftlichen Hauptursachen bestimmen und besser verstehen
zu können.
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"Meere,
Seen, Feuchtgebiete, Flüsse, Grundwasserbecken usw. versorgen
uns nicht nur mit Wasser für alle dem Menschen dienenden Zwecke,
sie stellen auch mit grundlegenden ökologischen und anderen
Nutzen ein lebenserhaltendes System dar. Der Charakter unseres Planeten
ist physikalisch wie auch biologisch vom Wasser geprägt. Ohne
Wasser würde alles Leben ersterben.
Obwohl
der Mensch im weitesten Sinn vom Wasser abhängig ist, gibt
es in weltweitem Ausmaß ein verschlechtertes Gewässermilieu
und ein Mißmanagement von Wasserressourcen. Luftverschmutzung,
die Zerstörung von Habitaten, die Übernutzung lebendiger
Ressourcen usw. bedrohen die zukünftige Entwicklung der menschlichen
Gesellschaft insbesondere in den Ländern der Dritten Welt.
Gewässerfragen spielen daher eine bedeutende und stetig wachsende
Rolle bei der Zusammenarbeit zur internationalen Entwicklung. Die
Global Environment Facility (GEF) hat das Internationale Gewässer
zu einem ihrer vier Kernbereiche erklärt. GIWA wird die für
die Arbeit der GEF in diesem Bereich benötigten Informationen
zur Verfügung stellen.
Professor
Dr. Klaus Töpfer, Exekutivdirektor der UNEP, erklärte
zum Start der GIWA, daß "das Fehlen
einer internationalen Gewässerbewertung ein einzigartiges und
ernsthaftes Hindernis bei der Durchführung handfester Maßnahmen
darstelle, da keine Grundlage dafür bestehe, Flächen mit
weltweiter Priorität für eine Intervention zu bestimmen."
Töpfer
äußerte ferner: "Im
Vergleich zu den Gutachten des Intergovernmental Panel on Climate
Change, IPCC [Zwischenstaatliches Forum zur Klimaveränderung],
der Global Biodiversity Assessment [Globalen Biodiversität
Bewertung] und der Stratospheric Ozone Assessment [Bewertung der
Stratosphären-Ozonschicht] unter der Führung der UNEP
wird die Global International Waters Assessment die wissenschaftliche
Führung beim Umgang mit den weltweiten Umweltproblemen sowie
bei den Gefahren für grenzüberschreitende Gewässer
darstellen."
GIWA
ist eine weltweite Bewertung, wird aber hauptsächlich in 66
Subregionen durchgeführt. Zu einem großen Teil wird sie
auf den vielen Untersuchungen aufbauen, die bereits vorhanden sind
oder auf verschiedenen Ebenen durchgeführt werden. Enge Kooperationsverbindungen
zu allen relevanten Organen und Tätigkeiten, die das weltweite
GIWA-Netzwerk ausmachen, werden aufgebaut; sie umfassen den Datenaustausch,
die Koordination von Programmen, gemeinsame Aktivitäten usw.
Doppelte Arbeit muß vermieden werden. Ein gut geplantes Netzwerk
und eine aktive Teilnahme einschlägiger Organisationen in allen
Regionen stellen zwei Vorbedingungen für eine erfolgreiche
Umsetzung der GIWA dar.
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Global International Waters Assessment, GIWA SE- 391 82 Kalmar, Sweden Phone: +46- 480 44 60 00. Fax: +46- 480 44 73 55. E-mail: info@giwa.net
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